Erasmus+

Kooperationsprojekt will Schülerinnen und Schüler für naturwissenschaftliche Studiengänge und Berufsfelder begeistern


Das Austauschprojekt zwischen der Johanna-Wittum-Schule (JWS) und dem Salford City College (Großraum Manchester) wird im Rahmen des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ gefördert. Inhaltlicher Schwerpunkt ist der Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und Zivilisationskrankheiten (offizieller Projekttitel: „Convenience food and health implications – a peer tutoring approach involving action-orientated work in the lab“, Projektsprache Englisch). Von Pforzheimer Seite nehmen daran Schülerinnen der 13. Klassen des Ernährungswissenschaftlichen, des Sozialwissenschaftlichen und des Biotechnologischen Gymnasiums teil, die sich in der Life Science AG der JWS engagieren. Das Projekt läuft seit September 2014 und wird im September 2016 abgeschlossen sein.

Erasmus + Gruppenbild

Begrüßung aller Teilnehmer durch die Schulleiterin Fr. Schaefer

 

Interesse an MINT-Fächern fördern

Ein wichtiges Ziel des Projekts liegt darin, einen Beitrag dazu zu leisten, dass mehr Schülerinnen und Schüler Studiengänge und Berufsfelder wählen, die einen Bezug zu naturwissenschaftlichen Forschungstätigkeiten haben. Sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien gibt es einen hohen Fachkräftebedarf im Bereich der sogenannten MINT- Disziplinen (Mathematik, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Technik), dem zur Zeit nicht genügend qualifizierte Absolventen gegenüberstehen.

 

Nahrungsmittel auf dem Prüfstand

Fachlich liegt der Schwerpunkt des Projekts auf ernährungswissenschaftlichen Fragestellungen, wobei vor allem die Disziplinen Chemie und Biologie als Bezugswissenschaften dienen. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit den vielfältigen gesundheitlichen Folgen einer Ernährungsweise, die vor allem auf der industriellen Herstellung von Nahrungsmitteln beruht. Die labortechnische Analyse von Inhaltsstoffen und Zusätzen in der Nahrung ist ein wichtiger Aspekt der Projektarbeit. Die Schüler üben sich außerdem darin, Daten empirisch zu erheben, sie zu analysieren sowie in Form von Statistiken auszuwerten und zu präsentieren. Außerdem erarbeiten sie sich Wissen über physiologische Folgewirkungen einer hochindustrialisierten Nahrungsmittelproduktion und ernährungsbedingte Krankheitsbilder.

Die Kommunikation geschieht über eine Lernplattform und verschiedene soziale Netzwerke. Dieser Austausch dient vor allem auch dazu, die Projekttreffen vorzubereiten, bei denen die Schüler durch die gemeinsame Arbeit im Labor empirische Verfahren und wissenschaftliche Herangehensweisen kennen lernen, die auch in der Grundlagen-Forschung angewendet werden. 

Peer Tutoring und Englisch als Wissenschaftssprache

Für die Projekttreffen bereiten die gastgebenden Schüler verschiedene Versuchsanordnungen vor. Während des Treffens leiten sie dann die Schüler der erasmus mentoringbesuchenden Schule dabei an, die Versuche durchzuführen und auszuwerten. Dieses Verfahren des „Peer Tutoring“ bietet für die deutschen Schüler unter anderem den Vorteil, dass sie Englisch in einem realen Arbeitsumfeld einsetzen können, sodass sie die Fremdsprache nicht als Unterrichtsgegenstand erleben, sondern sie als Kommunikationsmedium bei der Bewältigung einer komplexen Aufgabenstellung einsetzen können. Gemeinsam entwickeln die Projektpartner ein Peer-Tutoring-Modul für Realschüler zum Thema „Ernährungsgewohnheiten und Zivilisationskrankheiten“.

 

 

 

Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg

Im Rahmen des Projekts kooperiert die Johanna-Wittum-Schule mit der Helmholtz International Graduate School for Cancer Research. Die Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg bietet Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, innerhalb verschiedener wissenschaftlicher Schwerpunkte des DKFZ eigenständig zu forschen und ihre Dissertation zu erstellen. Bei einer Veranstaltung im Hörsaal des DKFZ erhalten die deutschen und englischen Schüler Einblicke in verschiedene Forschungsvorhaben junger Wissenschaftler. Sie haben dabei auch die Gelegenheit, mit den Nachwuchswissenschaftlern über ihre Arbeit, ihre Zugangswege zu einer wissenschaftlichen Tätigkeit sowie ihre Zukunftspläne zu sprechen.

Hier können Sie sich einen kurzen Überblick verschaffen.

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Presseartikel

Link zum Artikel Artikel der Pforzheimer Zeitung
Link zum Artikel Artikel der Pforzheimer Zeitung

Umfrage zum Ernährungsverhalten

Link zum Artikel Fragebogen
Link zum Artikel  Präsentation der Ergebnisse

Downloads

Dokumente zu den Mentorings im Oktober 2015 (zip-Ordner)
Dokumente zu den Mentorings im Mai 2016 (zip-Ordner)
Videotutorial zur Titration(Download der Datei)

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Dieser Film zeigt eine Demonstration einer Titration. Sie können ihn unter Link-Addresse abrufen.