Wandertag

Wandertagsklassiker 

Von Pforzheim aus gibt es viele Ziele, Routen, die sich für einen Wandertag eignen. Zwei seien hier kurz vorgestellt.

Wanderung durch das Monbachtal

Organisatorisches für Kollegen
Vom Bahnhof Pforzheim geht es ab 8:49 Uhr bzw. 9:49 Uhr los. Schüler mit einer Monatsfahrkarte können ab 9:00 Uhr bis zur Bedarfshaltestelle Monbachtal ohne Zuzahlung fahren. Für Schüler ohne Monatskarte und Begleitpersonen empfiehlt sich ein Regio-Ticket zu kaufen (für 5 Personen zugelassen, erhältlich am Automaten). Zurück fahren die Regionalbahnen zu jeder Stunde um 13 oder 43 (zumindest ab 14:00 Uhr). (Abfahrtszeiten und Beförderungsbedingungen können sich ändern)

Eine Variante ist, zunächst auf normalem Schotterweg zum höchsten Punkt des Monbachtals zu gehen und dann von oben nach unten zurück zu laufen. Diese ist hier kurz beschrieben.

In Monbachtal angekommen, lässt man das Kiosk links liegen und folgt dem Weg bis zur Gabelung. Dort folgt man dem Wegweiser in Richtung Neuhausen, Mohnbachbrückle. Auf breitem Schwarzwaldschotter geht es bergan bis zum Monbachbrückle. Dort steigt man dann links hinunter und folgt dem schmalen Pfad über Stock, Stein und Bach bis zur großen Wiese mit Hütte und Feuerstelle. Orientierung: schwarz-rote Raute des Ostwegs. Von der Wiese zurück zum Bahnsteig sind es noch ca. 20 Minuten.Wichtig! Festes Schuhwerk.

Wer nicht rauf und wieder runter wandern möchte, für den empfiehlt sich am Ende der Monbachschlucht den Wegweisern nach Neuhausen zu folgen und dort mit dem Bus zurück nach Pforzheim zu fahren.

 

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Kaltenbronn-Wildsee-Grünhütte-Sommerberg/Bad Wildbad

In der Esslinger Zeitung war am 11.08.2006 von Herrn Alfred Behr zum Wildsee u.a. folgendes zu lesen:

Torf bis in acht Meter Tiefe
Nach dem Ende der letzten Eiszeit, vor etwa zehntausend Jahren, begann sich das Moor zu bilden. In den kleinsten Mulden der ursprünglichen Niedermoore, wo sich Pfützen gebildet hatten, siedelten sich anspruchslose Torfmoose und Gräser an. Im Laufe der Jahre starben die unteren Pflanzenteile, die sich im Niedermoor nur unvollständig zersetzten, ab und wurden zu Torf. Oben aber wuchs das Moormoos wacker weiter, so dass sich der Moorkörper immer höher aufbauen konnte. Die Torfschicht darunter wurde mit der Zeit so hoch, dass die oben lebende Pflanzen den Kontakt zum mineralreichen Grundwasser verloren und mit dem nährstoffarmen Regenwasser auskommen mussten. Die größte Tiefe des Wildsees liegt bei drei Metern. Darunter folgen eine ein Meter mächtige Schlammschicht und im Durchschnitt etwa zwei Meter Torf. Die größte Torfmächtigkeit im Wildseemoor liegt bei knapp acht Metern. Im Jahr 1890 drohte dem Wildseemoor größte Gefahr, als mit dem Torfstechen begonnen wurde. Fünf Jahre später wurde der Torfabbau eingestellt, weil sich der Aufwand nicht lohnte. Der brüchige Torf hatte nur geringen Heizwert.

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In den sauren Moorseen, das gilt für den Wildsee wie für den benachbarten kleineren Hornsee, gibt es weder Fische noch Frösche. An Land tummeln sich Waldeidechsen; wer Glück hat, kann eine Kreuzotter beobachten. An den Rändern des Moores suchen die scheuen Auerhühner Unterschlupf in lichten Kieferwäldern. Auf dem kargen Moorboden gedeihen nur besonders anspruchslose Pflanzen, wie etwa das schon erwähnte Torfmoos. Es verfügt über die Eigenschaften eines Ionenaustauschers und kann so dem Wasser auch kleinste Spuren von Mineralien entnehmen. Der Rundblättrige Sonnentau ergänzt die minimale Mineralzufuhr mit Insekten, die an schleimigen Tentakeln dieser Fleisch fressenden Pflanzen hängen bleiben. Moorlebewesen sind Asketen reinsten Wassers.

Prägende Bergkiefern Der empfindliche Schwingrasen besteht weit gehend aus dem schwimmenden Stachelspitzigen Torfmoos, der Schnabelsegge, der Blumenbinse und dem Ährigen und Scheidigen Wollgras, das mit seinen weißwollligen Blütenständen im Juni und Juli zu den Attraktionen des Moores zählt. An die Schwingrasen schließen sich weite gehölzlose Moosflächen an, die allmählich von Bäumen wie Moorbirke und Legföhre besiedelt werden. Vor allem die Bergkiefern, die meist verkrüppelt wachsen und sich, wie es scheint, nur mühsam über die Moorfläche erheben, prägen das Bild dieser urwüchsigen Landschaft. (Alfred Behr, Esslinger Zeitung, 11.08.2006) 

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Organisatorisches für Kollegen Der Kaltenbronn und seine Umgebung warten mit einem eher rauhen Klima auf. Sie gehören zu den regenreichsten Gebieten im Südwesten. Der Wildsee liegt auf knapp 900m Höhe. Die mittlere Lufttemperatur liegt bei sechs Grad Celsius. Das entspricht dem Klima von Südfinnland. D.h. für eine Wanderung mit einer Klasse sollte man dies kleidungstechnisch berücksichtigen. Vom Bahnhof Pforzheim besteigt man am besten die S-Bahn in Richtung Bad Wildbad (Abfahrtszeiten). Für Schüler ohne Monatskarte und Begleitpersonen empfiehlt sich ein Regio-Ticket zu kaufen (5 Personen zugelassen; erhältlich am Automaten). Von Wildbad aus geht es dann mit dem Bus weiter auf den Kaltenbronn (9:30 Uhr, siehe Abfahrstszeiten). Die Kosten betragen für diese Busfahrt je nach Gruppengröße so um die 3.-Euro pro Person. Vom Kaltenbronn aus folgt man den Wegweisern bis zum Wildsee (Gehzeit ca. 1,5 Stunden). Man passiert das Moor auf einem Bohlenpfad (Achtung meist etwas rutschig) und folgt dem Wanderweg weiter Richtung "Grünhütte", die man nach ca. 30-45 Minuten gut erreichen kann. Nach einer ausgiebigen Rast mit Heidelbeerfpannkuchen oder anderen Leckereien (siehe Fotos von den Speisekarten) wandert man weiter Richtung Sommerberg (ca. 6 km). Dort angekommen besteigt man die Seilbahn nach Wildbad oder nimmt als abschließende Herausforderung den "Zick-zack-Weg" durch den Wald nach unten (links neben der Bergstation der Seilbahn geht es los). Zurück nach Pforzheim wiederum mit der S-Bahn. Wichtig! Festes Schuhwerk. Einen kleinen Eindruck können Sie sich per Bilder verschaffen. Viel Spaß beim Wandern.

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