Johanna-Wittum-Schule

Auszeichnung "MINT-Schule"

JWS mit MINT-Zertifikat ausgezeichnet

 Drei Pforzheimer Schulen unter den 58 in Baden-Württemberg ausgezeichneten „MINT-freundlichen“ und „Digitalen Schulen“

Das Hilda-Gymnasium und die Johanna-Wittum-Schule Pforzheim wurden als MINT-freundliche Schulen ausgezeichnet. Das Kepler- Gymnasium, welches dieses Zertifikat bereits erworben hatte, wurde darüber hinaus als „Digitale Schule“ anerkannt.

In einer Online-Veranstaltung wurden am 12. November das Hilda-Gymnasium sowie die Johanna-Wittum-Schule als MINT-freundliche Schulen ausgezeichnet, das Kepler- Gymnasium, welches diesen Nachweis bereits erbracht hatte, darf sich als Anerkennung für sein besonderes Engagement im Bereich der Digitalisierung zusätzlich mit dem Prädikat „Digitale Schule“ schmücken.  Die Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Sandra Boser und der Vorsitzende der Nationalen Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ Thomas Sattelberger nahmen die Ehrungen vor.

Das Hilda-Gymnasium hat die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal in Folge erhalten, denn es konnte die Jury wieder von seinem besonderen Engagement im MINT-Bereich überzeugen. Mehrere Projekte der Erfinder-AG „ForscheHilda“ wurden bei Wettbewerben, unter anderem von „Jugend forscht“ ausgezeichnet.

Das Hilda kooperiert außerdem mit den Hochschulen in Pforzheim und Stuttgart, um innovative Unterrichtsprojekte mit Einblicken in MINT-Studiengänge zu verbinden.

Die Johanna-Wittum-Schule überzeugte bei der mittlerweile vierten MINT-Zertifizierung unter anderem mit einem Mentoring-Projekt, welches durch den Fonds der Chemischen Industrie (FCI) in Frankfurt unterstützt wird. Schulen ohne Laborausstattung kann mit der Unterstützung durch den FCI ein Experimentierset für 14-Tage zur Verfügung gestellt werden, um im Klassenverband einen genetischen Fingerabdruck experimentell durchführen zu können. Das Projekt wurde im August 2020 bis Februar 2022 vom FCI verlängert. (Weitere Infos siehe Projekthomepage: http://modernebiotechnologie.de)

Nachdem das Kepler-Gymnasium bereits zum dritten Mal als MINT-freundliche Schule re-zertifiziert wurde, erhielt es nun zusätzlich den Titel „Digitale Schule“. Im Zertifizierungsprozess wurden die fünf Module „Pädagogik und Lernkulturen“, „Qualifizierung der Lehrkräfte“, „Vernetzung mit Eltern und Wirtschaft“, „dauerhafte Implementierung“ sowie „Technik und Ausstattung“ überprüft. Im Ehrungsanschreiben heißt es: „Sie können den Titel mit großem Stolz tragen, da – obwohl in Zeiten von Corona vieles anders war– wir von unserem Qualitätsansatz nichts vereinfacht oder verwässert haben. Weiterhin wird die Bewerbung von zwei unabhängigen Gutachtern, durchaus streng, bewertet.“ Schulleiterin Heike Reifurth sieht die Auszeich­nung als Ansporn, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen und den Schülerinnen und Schüler so einen Pfad in die digitale Zukunft zu öffnen.

Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Baden-Württemberg steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK), die Auszeichnung der „Digitalen Schulen“ hat die Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär, als Schirmherrin übernommen.

„Mutige, innovative, neue Talente: ‚MINT-freundliche Schulen‘ fördern sie besonders zu Tage. Indem sie nämlich den Schülerinnen und Schülern zeigen, wie spannend und begeisternd MINT-Fächer und deren Berufsbilder sind. Eine ebenso große Leistung erbringen die ‚Digitalen Schulen‘, die digitale und analoge Lernmethoden miteinander verschmelzen und damit ideale Lernbedingungen für ihre Schülerinnen und Schüler schaffen“, sagte Sandra Boser, Staatssekretärin im Kultusministerium, in ihrer Laudatio und fügte hinzu: „Alle ausgezeichneten Schulen – insbesondere die Schulleitungen und Lehrkräfte – leisten einen enormen Beitrag zur Ausbildung von Nachwuchsfachkräften im Hightech-Länd Baden-Württemberg. Ihnen gelten mein Dankeschön und meine Glückwünsche.“

„In der heute vielfältig technisierten Berufswelt ist es wichtig, die Nachwuchsförderung in den technischen und naturwissenschaftlichen Berufen auf möglichst vielen Kanälen anzubieten. Der Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft wird nur gelingen, wenn wir Fachkräfte fördern, die diesen gestalten wollen und können. Insbesondere den MINT-Fachkräften kommt dabei in allen Disziplinen eine Schlüsselrolle zu“, führte Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt der Unternehmer Baden-Württemberg und von Südwestmetall, aus, „Genau hier leisten sowohl die ‚MINT-freundlichen Schulen‘ als auch die ‚Digitalen Schulen‘ in Baden-Württemberg einen großartigen Beitrag.“

Das Jahr 2021 hat uns allen nochmals verdeutlicht, was für eine wichtige Rolle Digitalität in unserem Bildungssystem spielt. In der Covid-19-Pandemie erleben wir, dass Schulen sich stärker für die Chancen der digitalen Bildung öffnen. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Transformation vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil weiter zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht einzubringen, hat die Nationale Initiative „MINT Zukunft schaffen“ die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet soll das Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte gewürdigt und bestärkt werden, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.

Die drei Pforzheimer Schulen freuen sich über die Auszeichnungen und fühlen sich in ihrem Engagement bestärkt. Weitere Informationen sind unter https://mintzukunftschaffen.de/ zu finden.

Text: Benjamin Gesing, MINT Zukunft e.V. (adaptiert und ergänzt von Luisa Bock-Schorpp, Edith Drescher und Heike Reifurth)

 

mint

von links: Denise Herrmann (MINT Verantwortliche), Lisa Dussler (MINT Verantwortliche), Dr. Ulrike Kagerhuber (Schulleiterin), Selina Drollinger, Leonis Balija, Tina Enderle, Dr. Jürgen Braun (MINT Beauftragter), Johanna Staudacher und Seyda Gülnar.